Die heilige Margareta

Über die Heilige Margareta

Die Heilige Margareta wurde im Jahr 290 nach Christus vermutlich in Alexandria hingerichtet. Die Tochter eines angesehenen städtischen Beamten war zum christlichen Glauben gekommen und weihte ihr Leben Christus.

Der römische Präfekt Olibrius begehrte sie zur Frau, was diese ihm aber verweigerte. Er warf sie in den Kerker, um ihren Willen zu beugen. Sie blieb standhaft trotz vielfältiger Versuchungen durch dunkle Mächte und Ungeheuer, die ihr im Kerker erschienen.

Die Märtyrer Akten vermerken ihre Hinrichtung im Jahr 290. Sie starb vermutlich im Zuge einer erneuten Christenverfolgung.

Im mittelalterlichen Legendar „Legenda Aurea“ wird weiter berichtet, sie habe auch im Freien, an einen Felsen gekettet, einem Drachen Widerstand geleistet. Als dieser sie verschlungen hatte, wurde sie dank eines kleinen Kreuzes, welches sie auf sich trug, wieder ausgespuckt.

Sie steht den Frauen in der Geburt bei und hilft Versuchungen aller Art zu widerstehen. Heilungen von Erkrankungen und Verletzungen des Gesichts gehören ebenfalls zu ihren besonderen Fähigkeiten. Sie steht den Männern auf See bei, wenn die Ungeheuer der Tiefe Stürme erzeugen.

In der Kirche von Oltingen erscheint sie am Eingang an der Westwand unter dem Ungeheuer, welches im Jüngsten Gericht die „schlechten“ Menschen verschlingt. Da sie den Drachen unter ihren Füssen im Griff hat, kann mit guten Glauben angenommen werden, dass sie den Besuchern der Gottesdienste und den Betrachtern des Jüngsten Gerichts die Angst vor dem Teufel und dem Ungeheuer etwas mildern konnte.

Predigttext die heilige Margareta